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Liebe, Ehe, Partnerschaft in Zeiten von Corona

Liebe, Ehe, Partnerschaft in bedrängten Zeiten

Bewegungsfreiheit und geschützte Räume sind für uns Mitteleuropäer selbstverständliche Güter. Jetzt, in Zeiten von Corona müssen wir lernen darauf zu verzichten. Wir müssen lernen mit unserer Liebe mit Ehe und Partnerschaft sorgsamer umzugehen. Für eine längere Zeit sind wir genötigt gemeinsam in einer Wohnung zu bleiben. Im so begrenzten Raum fühlen sich selbst die von uns, die in glücklichen und stabilen Partnerschaften leben leicht bedrängt.

Wir sind mit unseren Ehepartnern ohne Pause auf einen relativ kleinen Bewegungsraum, mit wenig Möglichkeiten zum Ausweichen beschränkt. Auf diesem Raum müssen wir unser Arbeitsleben und unser Paarleben an jedem Tag 24 Stunden lang, an 7 Tagen die Woche auf die Reihe bringen. Kommen noch kleine Kinder oder Teenager hinzu entsteht eine explosive Mischung. Das gilt auch dann, wenn wir sonst Konflikte und Interessengegenätze gut meistern können. Normalerweise haben wir Rückzugsräume und Ausweichmöglichkeiten.

Jetzt auf engem Raum und ohne Pause hilft nur

  • liebevolle Rücksichtnahme
  • aufeinander hören
  • miteinander reden
  • Regeln verabreden.

Liebevolle Rücksichtnahme

Auch in „normalen“ Zeiten sollten wir die Bewegungsfreiheit unserer Lieben fördern. Es ist eines der sichersten Rezepte für eine glückliche, lange Beziehung. Die

Fähigkeit dazu haben wir im Laufe der Evolution erworben. Wenn wir aufmerksam mit unseren eigenen Gefühlen umgehen, wissen wir meist was unser Gegenüber gerade braucht. (Mehr dazu finden Sie unter dem Stichwort „Spiegelneurone“) Wir können uns also ohne Anstrengung nach den Bedürfnissen unserer Lieben richtet. Erleichtert wird das durch unsere Fähigkeit zur Empathie und zum Altruismus. Auch diese Fähigkeiten sind Errungenschaften unserer Evolution in Familiengruppen, damals in der Afrikanischen Savanne.
Also erinnern wir uns daran und bemühen uns darum, dass es den anderen gut geht. Wenn das alle tun wird es klappen. 

Aufeinander Hören -Miteinander Reden

Liebvoller Umgang bedingt auch dass wir einander aufmerksam zuhören. Das heißt, dass wir uns bemühen zu verstehen, was unsere Partnerin, unser Partner ausdrücken will. Eine Unsitte in unserer Kultur ist die Gewohnheit darauf zu achten was wir für unsere Lieben für „das Beste halten“.  (Die schönste Darstellung dieser Unsitte, die ich kenne, findet man bei youtube.).

Wenn ich mir nicht sicher bin was meine Partnerin, mein Partner sagen will hilft die Nachfrage und miteinander reden. 

Regeln verabreden

Regeln erleichtern mögliche Konflikte zu vermeiden, wie auch unser Rechts System der Befriedung der Gesellschaft dient. Je begrenzter unser gemeinsamer Bewegungsraum ist umso höher ist das Risiko für Zusammenstöße. Das Problem ist mit Achtsamkeit und Kommunikation beherrschbar (Siehe Beispielsfilm!). Wir Mitteleuropäer ziehen Regeln vor (Kreuzungsverkehr in unseren Städten).

In häuslichen Gemeinschaften empfehle ich den Tagesablauf klar zu strukturieren. Auch den verfügbaren Raum sollte man zuweisen, sodass keine Zuständigkeitsprobleme entstehen können.

Um sich ungestört zurückziehen zu können, muss jedes Mitglied der häuslichen Gemeinschaft einen Ort und eine Zeit zugewiesen bekommen.

    Klicken Sie jetzt HIER, wenn Sie mit mir reden wollen.

    Ich freue mich auf Sie.

    PS: Sehr lesenswerter Beitrag zum Thema bei CNN.