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Die Entwicklung einer Paarbeziehung lässt sich in Phasen betrachten:

1. Phase des Verliebtseins

Hier ist alles rosig verklärt. Es ist umfassende Romantik, die ein Paar verzehrt, wenn sie zum ersten Mal beieinander sind, das Gefühl, die „perfekte Übereinstimmung“ gefunden zu haben. Diese Emotionen übertönen oft den rationalen Teil unseres Gehirns. Untersuchungen haben ergeben, dass dieses erste Stadium durch biochemische Veränderungen in unserem Gehirn gekennzeichnet ist – ein Cocktail aus Hormonen wie Dopamin, Oxytocin und Endorphinen, die einen Zustand der Verliebtheit auslösen und aufrechterhalten. Es ist wichtig jetzt keine weitreichenden Entscheidungen zu treffen, weil man „so verliebt“ ist – denn das ist ein vorübergehendes Gefühl der Verliebtheit, das irgendwann verblassen wird.

2. Phase der Ernüchterung, des Zweifels

Die zweite Phase einer Beziehung ist Zweifel und Ernüchterung. Jetzt beginnen wir die Unterschiede zwischen uns und unseren Partnern zu bemerken. Wir erwachen aus der Trance der Verliebtheit und stellen fest, dass die gleichen Eigenschaften, die einst so perfekt schienen, uns zu ärgern beginnen. Jetzt ist die Fähigkeit des Konfliktmanagements von wesentlicher Bedeutung. Erfahren Sie, wie Sie Konflikte und Beziehungsprobleme direkt deeskalieren. Wie sie mit Sorgfalt und Respekt miteinander umgehen können. Denken Sie daran, dass Machtkämpfe und Argumente normale Ereignisse einer Beziehung sind.

3. Phase des Machtkampfes und der Umerziehung

Diese Phase erfreut sich besonderer „Beliebtheit“! Viele der Männer und Frauen die ich in der Beratung sehe versuchen ihre Partnerin bzw. ihren Partner zu erziehen, damit sie bzw. er sich so verhält wie sie es erwarten und für richtig halten. Natürlich wird ein solcher Versuch als Missachtung und Ablehnung erlebt und entsprechend aggressiv beantwortet. Diese aggressive Antwort wiederum unterstreicht die „Notwendigkeit“ einer Umerziehung des Partners bzw. der Partnerin. Ein Teufelskreis nimmt Fahrt auf.
Wird dieser Teufelskreis in der Beratung aufdeckt sind viele Menschen in der Lage zu erkennen, dass Umerziehung zwecklos ist und die Energie besser in Gemeinsamkeiten investiert werden sollte.
Lassen Paare von der Idee „Wenn Du nur anders wärest!“ nicht ab, wird die Beziehung scheitern!

4. Phase der Entscheidungsfindung

Hier entscheiden Paare sich zu trennen oder an der Beziehung konstruktiv zu arbeiten und sich so zu akzeptieren und wertzuschätzen wie sie sind. Um das zu erreichen, müssen sie Ihre eigene Rolle bei der Verschlechterung Ihrer Beziehung verstehen und sich zu echten Veränderungen verpflichten. Wenn sie die Wahl treffen beieinander zu bleiben, können sie die Lektionen lernen, die ihnen helfen, so zu sein, wie sie im Miteinander sein wollen. Sie geben ihrer Beziehung die Chance zu wachsen und sich zu vertiefen.

5. Phase der tiefen Liebe, der Vertrautheit

In dieser Phase beginnen Paare wieder zusammen zu spielen. Sie können lachen, sich entspannen und sich aneinander freuen. Sie können Leidenschaft, Romantik und Sex genießen. Jeder Einzelne darf auf seine je eigene Weise sein. Dem Paar gelingt es sich wieder zu verlieben! In dieser Phase sind Beziehungen am gesündesten und am lohnendsten.